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Sieger
Köder,
Weihnachtsbild aus dem Rosenberger Altar
Ó Sieger
Köder
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Auf
den ersten Blick:
Ein liebliches Weihnachtsbild
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Die junge Maria küsst und wärmt mit ihrem Atem ihr kleines Kind.
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Ein waches Jesuskind schaut uns an.
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Ein kleines Hirtenmädchen steht "wie ganz weg" von der
Mutter und dem Kind an der Tür.
auf
den zweiten Blick: Dahinter steckt mehr ...
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Aus einer Wurzel erblühen Christrosen, und in deren Mitte richtet
König David seinen Blick nach oben.
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In seinen Händen hält er die Krippe seines ersehnten Nachkommen.
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das Holz der Krippe trägt bereits die Inschrift, die einmal auf
dem Kreuz des Ersehnten stehen wird.
und
dies alles:
"Um unseres Heiles willen."
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"Um
unseres Heiles willen"
Verstehen
wir, was da geschieht?
Wir wissen nur eins:
Jede und jeder von uns trägt den tiefen Wunsch in sich, heil zu
sein.
Und das ist weit mehr, als einen gesunden Körper zu haben, fit
zu sein, .....
Da
wird einer Mensch und sein Ende ist schon vorgezeichnet.
Das Kreuz ist schon zu sehen,
von Auferstehung noch keine Rede.
Und trotzdem ein liebliches Bild,
ein Bild voller Liebe, voller erfüllter Hoffnung.
Die
ins Bild gebrachte Geschichte begann mit einer Zumutung Gottes
und einer menschlichen Antwort des Vertrauens:
"Mir geschehe, wie du gesagt hast!"
Sich trauen, weil mir einer etwas zutraut.
Nicht aufhören zu hoffen, weil einer uns Menschen nicht im Stich
lässt.
Aber
Geduld haben und warten können.
... und tun, was uns Menschen möglich ist,
damit es weitergeht mit Gottes Menschwerdung
auch heute.
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Alter
irischer Weihnachtsspruch
Nicht,
dass von jedem Leid verschont Du mögest bleiben:
noch dass Dein künftger Weg stets Rosen für Dich trage
und keine bittre Träne über Deine Wangen komme
und niemals Du den Schmerz erfahren sollst:
dies alles, nein , das wünsche ich Dir nicht.
Denn: kann das Herz in Tränen nicht geläutert,
kann´s nicht im Leid geadelt werden -
wenn nämlich Schmerz und Not Dich aufnimmt
in die Gemeinschaft mit Maria und dem Kind,
so dass ihr Lächeln Zuversicht und Trost gewährt?
Mein Wunsch für Dich ist vielmehr dieser:
Mögest dankbar Du und allezeit bewahren nur in Deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Ding in Deinem Leben:
Dass mutig stehest Du in Deiner Prüfung,
wenn hart das Kreuz auf Deinen Schultern liegt,
und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt, schier unerreichbar
scheint,
ja selbst das Licht der Hoffnung zu entschwinden droht;
dass jede Gottesgabe in Dir wachse und mit den Jahren sie Dir helfe,
die Herzen jener froh zu machen, die Du liebst;
dass immer einen wahren Freund Du hasst,
der Freundschaft wert, der Dir Vertrauen gibt,
wenn`s Dir an Licht gebricht und Kraft,
dass Du dank ihm den Stürmen standhältst und
so die Höhen noch erreichts, dass in Freud und Leid
das Lächeln voller Huld des menschgewordnen Gottessohnes mit Dir
sei
und Du allzeit so innig ihm verbunden,
wie er´s für Dich ersehnt.
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Richard
Pschibul
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